Beitrag und Foto von Gabriela Kern

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Gabriela Kern(Zur Autorin. Dieser Artikel ist von Gabriela Kern. Gabriela Kern ist seit 30 Reiseberaterin und seit vielen Jahren Bloggerin. Auf ihrem Blog finden sich Berichte und wunderschöne Fotos aus der ganzen Welt. Aber eben auch aus Deutschland. Sie selbst beschreibt ihre Berichte so: Es werden lustige, denkwürdige, merkwürdige und vielleicht auch mal peinliche Momente sein, die ich hier schildern möchte. Auf jeden Fall habe ich sie selbst erlebt. Sie werden nicht chronologisch sein, sondern so, wie sie mir gerade einfallen.Wir finden ein wirklich sehr schöner Blog.)

Ein Nachmittag in der Vergangenheit, Wylag in Ratzeburg


Sommer ist Lagerzeit. Anfang Juli haben wir in Bienenbüttel bei Lüneburg den Mittelaltermarkt besucht. Reges Treiben herrscht hier. Die Teilnehmer in ihren meist selbst geschneiderten mittelalterlichen Kleidern zeigen nicht nur altes Handwerk, wie die Schmiedekunst oder Weberei. Nein, sie kampieren hier für ein paar Tage und schlafen in Zelten auf Feldbetten und auf Fellen.

Unser 5 ½ jähriger Enkel ist ganz versessen auf diese Märkte, also nehmen wir ihn mit. Er schnitzt sich aus Speckstein einen Kettenanhänger, lässt sich erklären, wie ein Schwert geschmiedet wird und schaut sich einen Schaukampf zwischen Bauern und Soldatenanwerbern an. Ganz schön handfest geht es dabei zu.

Ganz ruhig wird unser Enkel und nimmt verstohlen meine Hand, ehe er sich hinter meinem Rücken versteckt, als er den Sensenmann an einem Metstand erblickt. Unheimlich sieht er schon aus. Er kommt auf uns zu und sagt, dass niemand vor ihm Angst haben muss. Als ich seine Hand berühre, wird der kleine Angsthase hinter mir auch mutiger und fasst Gevatter Tod auch an. Aha, also nur eine Maske und Handschuhe. Dann ist ja alles gut…

Vor einem Zelt steht eine glänzende Ritterrüstung, die unserem Kleinen sehr gefällt. Der Besitzer erklärt uns, was ein Ritter so alles getragen hat und mein Enkel darf sogar einmal ein Kettenhemd anziehen. Uii, das ist richtig schwer. Man sieht ihm an, dass er froh ist, es wieder ausziehen zu dürfen. Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass in zwei Wochen in Ratzeburg, nicht weit von Lübeck entfernt, wieder ein „Wylag“ stattfinden wird.

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